Die Zwölf - Wie nah man Mördern begegnet, ohne es zu merken
Die Zwölf - Wie nah man Mördern begegnet, ohne es zu merken
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Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet. Nicht im Dunkeln, nicht mit Warnschild, sondern im Alltag. Im Treppenhaus, auf der Parkbank, im Wartezimmer oder im Zugabteil. Dieses Buch erzählt von genau diesen Begegnungen.
Keine Ermittlungen, keine Täterporträts und keine Auflösung, die beruhigt. Stattdessen: stille Nähe, gewöhnliche Gespräche und Momente, die belanglos wirken, bis man begreift, dass sie es nie waren. Jedes Kapitel schildert eine unscheinbare Begegnung mit einem Menschen, der später als „Täter“ identifiziert wird. Der Erzähler lebt weiter, während um ihn herum Existenzen kippen.
Es ist ein psychologisches Kammerspiel über Normalität, Verdrängung und die beunruhigende Erkenntnis, wie nah das Unvorstellbare tatsächlich ist. Dieses Buch ist für Leserinnen und Leser, die keine Effekthascherei suchen, sondern eine leise, nachhaltige Verstörung, die bleibt.
⚠️ Die Zwölf ist kein klassischer Thriller. Es ist eine Sammlung von Momenten, die fast belanglos wirken. Genau darin liegt die Gefahr. Denn in jedem dieser Momente hätte etwas verhindert werden können. Wenn jemand nicht einfach stehen geblieben wäre.
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Worauf wird man als Leser vorbereitet?
Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet – nicht im Dunkeln, nicht mit Warnschild, sondern im ganz normalen Alltag. Im Treppenhaus, auf der Parkbank, im Wartezimmer oder im Zugabteil.
Dieses Buch erzählt von genau diesen Begegnungen. Jedes Kapitel schildert eine unscheinbare Begegnung mit einem Menschen, der später als Täter identifiziert wird. Während um ihn herum Existenzen kippen, lebt der Erzähler Jonas weiter – und beginnt, sich immer mehr mit der Frage auseinanderzusetzen, wie viel Verantwortung jeder Einzelne trägt.
Meine Meinung:
Die Zwölf ist kein typischer Thriller. Sowohl der Schreibstil als auch die Geschichte gehen einen ganz eigenen Weg. In jedem Kapitel erlebt Jonas Begegnungen, wie sie vermutlich jeder von uns schon einmal hatte – nur mit einem völlig anderen Ausgang.
Jonas wirkt ruhig, düster und geheimnisvoll. Diese Stimmung zieht sich durch das gesamte Buch und verleiht ihm eine besondere Atmosphäre. Die einzelnen Ereignisse werfen immer wieder Fragen auf und regen zum Nachdenken an. Manche Vermutungen bestätigen sich, andere verlaufen ins Leere. Einige Fragen und Handlungsstränge bleiben für mich allerdings offen, was ich etwas schade fand.
Das eigentliche Fazit des Buches ist jedoch eindeutig: Was würdest du tun? Würdest du eingreifen oder wegsehen? Ist es mutig oder leichtsinnig, sich einzumischen? Und macht Schweigen oder Zuschauen einen vielleicht sogar mitschuldig?
Es war zwar nicht mein absolutes Highlight, dennoch ist es ein ungewöhnlicher, nachdenklicher Thriller, den ich gerne weiterempfehle.
Statistisch gesehen begegnet jeder Mensch in seinem Leben 12 Mördern. Doch was, wenn du diesen Mördern unwissentlich hilfst? Durch Wegschauen, durch Ignorieren, durch Egoismus?
„Wiederkehrende Anwesenheit ist kein Zufall. Es ist ein Muster.“
Wir begleiten Jonas bei verschiedenen alltäglichen Situationen und Begegnungen. Und doch liegt etwas Unerklärliches in der Luft, denn viele seiner Mitmenschen überleben den Tag nicht, an dem sie Jonas begegnen.
Doch woran liegt das?
Dieses Buch hat mir mit seiner ruhigen und beharrlichen Erzählweise echte Gänsehaut-Momente beschert. Es ist kein lauter Thriller, sondern ein stilles, düsteres Werk, das zum Nachdenken anregt.
Über eine Passage bin ich zwar gestolpert, da sie für mich am Ende nicht vollständig aufgelöst wurde, dennoch hat das meinen Lesegenuss kaum geschmälert.
Alles in allem hält das Buch unserer Gesellschaft einen kritischen Spiegel vor und zeigt auf beklemmende Weise, wie Gleichgültigkeit und Egoismus unser tägliches Handeln beeinflussen.
Ein grandioses Leseerlebnis und eine absolute Empfehlung für alle, die zur Abwechslung etwas Unblutiges und doch gleichzeitig Verstörendes lesen möchten.
Der Beobachter hat die Möglichkeit, die Tat zu fördern oder zu verhindern.
Wer nur zusieht, wie ein anderer angegriffen wird und nicht hilft, obwohl dies möglich und zumutbar wäre, macht sich strafbar.
Wie nah warst du dem Tod wirklich und warum hast du nichts unternommen?
Mit genau diesen Szenarien werden wir im neuen Psychothriller „Die Zwölf“ von Elroy Grau konfrontiert.
Wir tauchen ein ins Leben des 37 jährigen Jonas, einem unscheinbaren und zurückhaltenden Finanzbeamten, der in der Masse untergeht.
Unauffällig und anonym doch genau dieser Durchschnittstyp fällt nicht auf und macht ihn zum perfekten Beobachter oder sogar Mörder.
Im Laufe des Buches werden wir Zeugen einer Vielzahl von scheinbar belanglosen Begegnungen, die in unser aller Alltag vorkommen können.
Doch hinter jeder dieser unscheinbaren Begegnungen lauert der Tod. Haben die Opfer ihren Täter gekannt, waren es zufällige Begegnungen oder strategisch geplant. Wir werden als Leser zum nachdenken gebracht und das Buch wirkt nach.
Beim lesen hat es mich gefesselt, ich habe innegehalten und es auf mich wirken lassen, sowie perspektivisch hinterfragt.
Auch wenn ich mir manchmal noch etwas mehr gewünscht hätte, ist es genau das was bewusst gewählt wurde. Der Leser soll selbst entscheiden…
Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet.
In dem Buch begleitet der Leser Jonas Pawelka. In verschiedenen Alltagssituationen begegnet er Menschen mit einer gewisse Regelmäßigkeit. Zum Beispiel trifft er an der Haltestelle morgens regelmäßig den gleichen Mann, im Café sitzt ein paar Tische weiter ebenfalls ein Mann, beim Arzt, im Waschsalon… Wenn überhaupt entstehen nur kurze Gespräche, bis diese Menschen eines Tages nicht mehr da sind.
Jonas ist vor Ort, aber guckt weg.
Dann kommt Kommissar Weber und stellt Fragen, warum er sich nicht als Zeuge meldet…
Ein Psychothriller der anderen Art.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Einschätzung:Völlig unvorbereitet, ohne große Erwartungen aber mit ausgeprägter Neugier startete ich in das Leben von Jonas. Ich begleitete ihn durch den Alltag, erlebte seine Momente mit den Menschen, die er traf. Jonas ist ein sehr in sich gekehrter Typ, Wiedererkennungswert gleich Null, er geht in der Masse unter, niemand sieht ihn, bemerkt ihn, vielleicht nur die Menschen, die ihn öfters sehen. Wird das Ihnen zum Verhängnis?Es ist schwierig zu Jonas eine Verbindung aufzubauen, man kann ihn nicht greifen und ich denke, das ist absolut gewollt so. Wollen wir nicht alle einfach mal unsichtbar sein? Man lässt sich ein wenig in die Irre führen, denkt in eine ganz andere Richtung und oft weiß man nicht, wohin die Reise gehen wird. Aber das ist gut so, den jedes Kapitel berührt, macht nachdenklich: Sehen wir selber zu wenig nach rechts und links?Der Schreibstil ist flüssig, treibend, gebannt fliegt man durch die Seiten und Jonas Schicksal bis zu einem Ende nach leider nur 144 Seiten, das einen noch mehr sprachlos und nachdenklich zugleich zurücklässt.Fazit:Ein tolles Buch, das bewegt, berührt, nachdenklich stimmt und einen in den Bann zieht, mal etwas Anderes, das man so noch nicht gelesen hat, das aber begeistert, unterhält, leider aber auch mit Fragen zurücklässt. Es soll zum Glück wohl einen zweiten Teil geben, da bin ich sehr gespannt drauf.4,5/5