Die Zwölf - Wie nah man Mördern begegnet, ohne es zu merken
Die Zwölf - Wie nah man Mördern begegnet, ohne es zu merken
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Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet. Nicht im Dunkeln, nicht mit Warnschild, sondern im Alltag. Im Treppenhaus, auf der Parkbank, im Wartezimmer oder im Zugabteil. Dieses Buch erzählt von genau diesen Begegnungen.
Keine Ermittlungen, keine Täterporträts und keine Auflösung, die beruhigt. Stattdessen: stille Nähe, gewöhnliche Gespräche und Momente, die belanglos wirken, bis man begreift, dass sie es nie waren. Jedes Kapitel schildert eine unscheinbare Begegnung mit einem Menschen, der später als „Täter“ identifiziert wird. Der Erzähler lebt weiter, während um ihn herum Existenzen kippen.
Es ist ein psychologisches Kammerspiel über Normalität, Verdrängung und die beunruhigende Erkenntnis, wie nah das Unvorstellbare tatsächlich ist. Dieses Buch ist für Leserinnen und Leser, die keine Effekthascherei suchen, sondern eine leise, nachhaltige Verstörung, die bleibt.
⚠️ Die Zwölf ist kein klassischer Thriller. Es ist eine Sammlung von Momenten, die fast belanglos wirken. Genau darin liegt die Gefahr. Denn in jedem dieser Momente hätte etwas verhindert werden können. Wenn jemand nicht einfach stehen geblieben wäre.
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Der Beobachter hat die Möglichkeit, die Tat zu fördern oder zu verhindern.
Wer nur zusieht, wie ein anderer angegriffen wird und nicht hilft, obwohl dies möglich und zumutbar wäre, macht sich strafbar.
Wie nah warst du dem Tod wirklich und warum hast du nichts unternommen?
Mit genau diesen Szenarien werden wir im neuen Psychothriller „Die Zwölf“ von Elroy Grau konfrontiert.
Wir tauchen ein ins Leben des 37 jährigen Jonas, einem unscheinbaren und zurückhaltenden Finanzbeamten, der in der Masse untergeht.
Unauffällig und anonym doch genau dieser Durchschnittstyp fällt nicht auf und macht ihn zum perfekten Beobachter oder sogar Mörder.
Im Laufe des Buches werden wir Zeugen einer Vielzahl von scheinbar belanglosen Begegnungen, die in unser aller Alltag vorkommen können.
Doch hinter jeder dieser unscheinbaren Begegnungen lauert der Tod. Haben die Opfer ihren Täter gekannt, waren es zufällige Begegnungen oder strategisch geplant. Wir werden als Leser zum nachdenken gebracht und das Buch wirkt nach.
Beim lesen hat es mich gefesselt, ich habe innegehalten und es auf mich wirken lassen, sowie perspektivisch hinterfragt.
Auch wenn ich mir manchmal noch etwas mehr gewünscht hätte, ist es genau das was bewusst gewählt wurde. Der Leser soll selbst entscheiden…
Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet.
In dem Buch begleitet der Leser Jonas Pawelka. In verschiedenen Alltagssituationen begegnet er Menschen mit einer gewisse Regelmäßigkeit. Zum Beispiel trifft er an der Haltestelle morgens regelmäßig den gleichen Mann, im Café sitzt ein paar Tische weiter ebenfalls ein Mann, beim Arzt, im Waschsalon… Wenn überhaupt entstehen nur kurze Gespräche, bis diese Menschen eines Tages nicht mehr da sind.
Jonas ist vor Ort, aber guckt weg.
Dann kommt Kommissar Weber und stellt Fragen, warum er sich nicht als Zeuge meldet…
Ein Psychothriller der anderen Art.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Einschätzung:Völlig unvorbereitet, ohne große Erwartungen aber mit ausgeprägter Neugier startete ich in das Leben von Jonas. Ich begleitete ihn durch den Alltag, erlebte seine Momente mit den Menschen, die er traf. Jonas ist ein sehr in sich gekehrter Typ, Wiedererkennungswert gleich Null, er geht in der Masse unter, niemand sieht ihn, bemerkt ihn, vielleicht nur die Menschen, die ihn öfters sehen. Wird das Ihnen zum Verhängnis?Es ist schwierig zu Jonas eine Verbindung aufzubauen, man kann ihn nicht greifen und ich denke, das ist absolut gewollt so. Wollen wir nicht alle einfach mal unsichtbar sein? Man lässt sich ein wenig in die Irre führen, denkt in eine ganz andere Richtung und oft weiß man nicht, wohin die Reise gehen wird. Aber das ist gut so, den jedes Kapitel berührt, macht nachdenklich: Sehen wir selber zu wenig nach rechts und links?Der Schreibstil ist flüssig, treibend, gebannt fliegt man durch die Seiten und Jonas Schicksal bis zu einem Ende nach leider nur 144 Seiten, das einen noch mehr sprachlos und nachdenklich zugleich zurücklässt.Fazit:Ein tolles Buch, das bewegt, berührt, nachdenklich stimmt und einen in den Bann zieht, mal etwas Anderes, das man so noch nicht gelesen hat, das aber begeistert, unterhält, leider aber auch mit Fragen zurücklässt. Es soll zum Glück wohl einen zweiten Teil geben, da bin ich sehr gespannt drauf.4,5/5
Seid ihr bereit für eine Geschichte die nachwirkt?Die euch die Menschen in eurer Umgebung mit anderen Augen sehen lässt?Wollt ihr einen Thriller lesen, der anders ist, als die klassischen Geschichten in diesem Genre?Neugierig?Dann solltet ihr Jonas begleiten, den Protagonisten aus Die Zwölf.Das Buch besteht aus kurzen Kapiteln. Immer geht es um Jonas.In jeder Geschichte begegnet Jonas einem Menschen. Die Begegnungen wirken zufällig. Gespräche finden nur zaghaft statt. Jonas ist zurückhaltend. Beobachtet. Er nimmt vieles wahr. Aber würde er bei Bedarf auch handeln? Er erinnert sich, dass er in seiner Vergangenheit auch oft zu spät, oder gar nicht gehandelt hat.Was wäre, wenn man bei diesen zufälligen Begegnungen, im Bus, auf der Parkbank, im Treppenhaus einem Mörder begegnen würde? Oder einem späteren Opfer?Wer ist Täter? Wer Opfer? Und wer ist einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort?Während des Lesens der 12 Geschichten kommt man oft ins Grübeln. Man weiß nicht wem man trauen kann. Wer ist Jonas? Warum ist er immer an den Orten, an welchen sich Vorfälle ereignen?Ist er Täter, Beobachter,oder beides?Jonas war mir durch seine unscheinbare und extrem passive Art unheimlich, ehrlich gesagt auch unsympathisch, was hier sehr passend war, um den Spannungsbogen kontinuierlich steigen zu lassen.Der Schreibstil ist anders. Der Thrill kommt nicht durch Blutvergießen, sondern heimlich durch die Hintertür.Anfangs wirkt das Buch wie eine Aneinanderreihung von Begegnungen. Doch nach und nach ergibt es ein Ganzes. Man versucht Zusammenhänge zu sehen.Wenn ihr euch auf die Geschichte einlassen könnt, werdet ihr euch zukünftig in der Bahn oder im Wartezimmer insgeheim fragen, ob einer davon ein Mörder sein könnte.Denn die Frage ist, ab wann ist man ein Mörder?Ich habe das Buch am Stück gelesen. Ich mochte es, weil ich eine solche Geschichte noch nie gelesen habe.
Bücher aus dem Lesekante Verlag sind anders und das ist gut so. Bücher die wirken. Es ist jetzt ein drittes Buch von Elroy Grau und genau so wie das Buch ist, habe ich es auch erwartet.
Es wird nicht groß blutig, es wird nicht gejagt, es wird nicht ermittelt. Es spielt sich in Deinem Kopf ab, dieses unterschwellige grauen 😱
Wir lernen Jonas kennen und begleiten Ihn durch sein Leben. Jonas ist ein ruhiger, bedachter Typ, der durch die Welt geht und beobachtet. Alltägliches wie durch das Treppenhaus gehen, Menschen begegnen, kurze Gespräche, ein kurzes Nicken und dann ein Artikel in der Zeitung, der Jonas zum Nachdenken bringt. Am nächsten Tag ein Arztbesuch, eine Pause im Park, eigentlich alles normal und doch ist kurz darauf jemand tot. Hat vielleicht sogar Jonas damit zu tun? Man hinterfragt alles, Jonas Verhalten, das seines Gegenübers und kommt doch nicht dahinter ob man einiges Verhindern hätte können.
Man muss sich auf dieses Buch einlassen, es macht was mit einen. Trotz der ruhigen Art des Thrillers, hat es mich nicht unbedingt gefesselt, sondern eher gepackt. Auch wenn es sich scheinbar immer wiederholt, lässt einen die Atmosphäre eine Gänsehaut bekommen.
„Man sagt, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens etwa zwölf Mördern begegnet“
Gehe ich jetzt vielleicht sogar anders durch die Gegend? 🤔 Vielleicht mach ich das, ganz unbewusst. Das Buch hat mich auf jeden Fall einen Eindruck hinterlassen, den ich habe noch nicht richtig deuten und greifen kann. Wieder ein außergewöhnliches Buch aus dem Lesekante Verlag, das mich sehr beschäftigt 😅