• Arbeitsweise
  • 1. Am Anfang steht eine Idee

    Jedes Projekt beginnt mit einer zentralen Frage, einem
    Konflikt oder einem Bild, das nicht mehr verschwindet.

    Was geschieht, wenn zwölf Mörder unbemerkt das Leben eines einzigen Menschen kreuzen?
    Was, wenn Heilung nur möglich ist, indem man die Wahrheit über sich selbst verliert?
    Was passiert, wenn ein Dorf einen Mord aufklären will, aber eigentlich niemand dafür geeignet ist?

    Eine Idee allein ist noch kein Buch. Sie muss geprüft, verdichtet und weiterentwickelt werden.

  • Wir fragen deshalb früh:

    • Ist das Konzept eigenständig?
    • Trägt es einen vollständigen Roman oder eher eine Kurzgeschichte?
    • Welche emotionale Wirkung soll entstehen?
    • Was unterscheidet das Buch von ähnlichen Titeln?
    • Für welche Leserinnen und Leser ist es gedacht?

      Nur wenn diese Fragen überzeugend beantwortet werden können, wird aus einer Idee ein Projekt.
  • 2. Figuren, Konflikte und Dramaturgie

    Bevor ein Manuskript seine endgültige Form erhält, werden Figuren, Beziehungen, Handlungsbögen und Wendepunkte entwickelt. Dabei geht es nicht nur darum, was geschieht. Entscheidend ist, warum es geschieht und was es mit den Figuren macht.

    Gerade Thriller und Kriminalromane müssen nicht nur überraschen. Sie müssen auch dann noch funktionieren, wenn der Leser die Wahrheit kennt.

  • Wir prüfen unter anderem:

    • Haben die Hauptfiguren nachvollziehbare Ziele?
    • Treffen sie echte Entscheidungen?
    • Verändern sie sich im Verlauf der Geschichte?
    • Entstehen Spannung und Konflikte aus der Handlung oder nur durch Zufall?
    • Funktionieren Überraschungen auch rückblickend?
    • Besitzt das Ende eine emotionale und logische Konsequenz?
  • 3. Die KI-gestützte Rohfassung

    Auf Grundlage des entwickelten Konzepts kann mit Unterstützung KI-gestützter Werkzeuge eine erste Rohfassung entstehen. Diese Fassung ist kein fertiges Manuskript. Sie ist Arbeitsmaterial.

    KI kann beispielsweise dabei helfen, Ideen zu strukturieren, unterschiedliche Szenenvarianten zu entwickeln, Handlungsabläufe gegenüberzustellen oder mögliche Widersprüche sichtbar zu machen. Sie kann alternative Dialoge vorschlagen, Recherchefragen vorbereiten und bei umfangreichen Projekten Zusammenhänge ordnen. Doch ein System weiß nicht automatisch, welche Fassung die richtige ist.

  • Deshalb gilt bei uns:

    KI entscheidet nicht, welche Figur emotional trägt, welcher Konflikt glaubwürdig wirkt oder ob eine Szene lediglich korrekt formuliert ist, aber trotzdem keine Wirkung besitzt. Es kennt außerdem nicht von selbst die Identität eines Verlags, die Erwartungen seiner Leserschaft oder die langfristige Ausrichtung eines Projekts.

    Eine KI-gestützte Rohfassung ist ein Ausgangspunkt, niemals das veröffentlichte Ergebnis.

  • 4. Menschliche Überarbeitung

    Ein erster Entwurf ist für uns kein fertiges Buch. Texte werden in mehreren Durchgängen geprüft, erweitert, gekürzt und neu geordnet. Ganze Szenen können verschwinden. Figuren erhalten andere Rollen. Beziehungen werden vertieft, Handlungsstränge zusammengeführt und Wendungen verschoben, wenn sie zu früh erkennbar oder nicht überzeugend vorbereitet sind.

    Dabei wird nicht nur an einzelnen Sätzen gearbeitet. Häufig verändert sich die gesamte Dramaturgie eines Buches. Eine Nebenfigur kann plötzlich zum emotionalen Mittelpunkt werden. Ein vermeintlich starkes Kapitel kann sich als überflüssig erweisen. Ein geplantes Ende muss möglicherweise ersetzt werden, weil es zwar überraschend, aber nicht konsequent genug ist.

  • Wir prüfen unter anderem:

    • Welche Szenen treiben Handlung oder Figurenentwicklung tatsächlich voran?
    • Wo fehlen emotionale Konsequenzen?
    • Welche Konflikte bleiben zu oberflächlich?
    • Sind Motivationen glaubwürdig und nachvollziehbar?
    • Wird Spannung aufgebaut oder lediglich behauptet?
    • Erhalten wichtige Wendungen genügend Vorbereitung?
    • Bleibt die Geschichte ihrem eigenen Ton treu?


    Nicht jede Überarbeitung macht einen Text länger. Oft wird ein Buch gerade dann besser, wenn es klarer, dichter und konsequenter wird.

  • 5. Redaktion und Feinschliff

    Nach der inhaltlichen Überarbeitung folgt die redaktionelle Arbeit am Text. Hier wird nicht mehr nur geprüft, ob die Geschichte grundsätzlich funktioniert. Jetzt geht es darum, wie sie sich liest, wie sie klingt und welche Wirkung sie von Szene zu Szene entfaltet.

    Ein humorvoller Dorfkrimi benötigt einen anderen Rhythmus als ein psychologischer Thriller. Eine düstere Novelle darf sprachlich anders arbeiten als ein zugänglicher Unterhaltungsroman. Der Text soll deshalb nicht einfach nur fehlerfrei wirken. Er soll zu der Geschichte passen, die erzählt wird.

  • Besonders achten wir auf:

    • Lesefluss und sprachliche Wirkung
    • glaubwürdige Dialoge
    • Spannungsentwicklung
    • unnötige Wiederholungen
    • logische Widersprüche
    • Perspektive und Kontinuität
    • Figurenentwicklung
    • Tempo und Szenenlänge
    • Übergänge zwischen Kapiteln
    • emotionale Wirkung
    • eine zum Genre passende Sprache
  • 6. Prüfung, Korrektur und Rückmeldungen

    Nach der redaktionellen Bearbeitung folgt die Prüfung des Manuskripts. Je nach Projekt arbeiten wir mit Testleserinnen und Testlesern, Sprecherinnen und Sprechern, Gestaltern oder weiteren externen Unterstützern zusammen. Zusätzlich können digitale Prüfwerkzeuge helfen, Tippfehler, Wiederholungen, uneinheitliche Schreibweisen und mögliche Unstimmigkeiten aufzuspüren.

    Unser Verleger Sven liest jedes Manuskript mehrfach. Gerade nach vielen Monaten Arbeit am selben Text wird es schwieriger, Schwachstellen selbst zu erkennen. Ein Blick von außen kann deshalb entscheidend sein. Die Rückmeldungen unser Testleserinnen und Testlesern helfen uns sehr und wir sind froh, solche tollen Testleser zu haben. Als Dank werden die Testleser auch im jeweiligen Buch in der Danksagung erwähnt.

  • Unterschiedliche Meinungen:

    Denn auch zehn unterschiedliche Meinungen ergeben nicht zwangsläufig die richtige Entscheidung. Manche Hinweise zeigen ein tatsächliches Problem. Andere beruhen auf persönlichem Geschmack. Entscheidend ist deshalb nicht, jede Forderung zu erfüllen, sondern zu verstehen, warum eine Szene bei mehreren Menschen nicht wie beabsichtigt funktioniert.

    In jedem Buch stecken unzählige Stunden voller Leidenschaft, Kreativität und menschlicher Arbeit. Aber am Ende muss das Buch als Ganzes überzeugen. Tut es das nicht, beenden wir das Projekt, auch dann, wenn bereits viel Arbeit darin steckt.

  • 7. Gestaltung und Veröffentlichung

    Cover, Typografie, Klappentext, Format und Buchsatz beeinflussen, wie eine Geschichte wahrgenommen wird. Deshalb sollen Gestaltung und Inhalt dieselbe Sprache sprechen.

    Ein düsterer Psychothriller braucht eine andere visuelle Identität als ein humorvoller Dorfkrimi. Eine kurze Novelle muss anders präsentiert werden als ein umfangreicher Roman.

    Auch Schriftgröße, Kapitelgestaltung, Seitenaufbau und Weißraum verändern das Lesegefühl.

  • Vor der Veröffentlichung prüfen wir deshalb unter anderem:

    • Cover und Lesbarkeit
    • Klappentext und Produktbeschreibung
    • Buchsatz und Seitenaufbau
    • Kapitelstruktur
    • E-Book-Darstellung
    • Druckdateien
    • Metadaten und Kategorien
    • Preis und Positionierung

      Veröffentlicht wird erst, wenn wir die endgültige Fassung freigeben. Nicht ein Programm entscheidet, wann ein Buch fertig ist. Diese Entscheidung trifft unser Verleger Sven.
  • Offenheit beim Einsatz künstlicher Intelligenz

    Wir sprechen offen darüber, dass im Lesekante Verlag KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt werden. KI ist für uns jedoch weder ein eigenständiger Autor noch eine automatische Veröffentlichungsmaschine. Wir veröffentlichen keine ungeprüften Rohtexte auf Knopfdruck.

    Geschichten wurden schon immer mit den Werkzeugen ihrer Zeit entwickelt. Computer haben Schreibmaschinen ersetzt. Digitale Korrekturprogramme unterstützen die Rechtschreibprüfung. Layoutsoftware ermöglicht auch kleinen Verlagen eine professionelle Gestaltung, die früher fast ausschließlich großen Häusern zugänglich war.

  • KI ist eine Unterstützung:

    KI ist ein weiteres Werkzeug innerhalb dieses Prozesses. Der Einsatz eines Werkzeugs entscheidet jedoch nicht über die Qualität eines Buches. Entscheidend ist, wer es bedient, welche Entscheidungen getroffen werden und wie gründlich das Ergebnis geprüft wird.

    Ein Hammer baut kein gutes Haus und eine KI schreibt nicht automatisch ein gutes Buch.

  • Unsere Pseudonyme

    Die Bücher des Lesekante Verlags erscheinen unter literarischen Pseudonymen. Diese Namen sollen keine erfundenen Autorenbiografien vortäuschen. Sie stehen für unterschiedliche Genres, Tonlagen und erzählerische Erwartungen.

    Ein Name wie z.B. Elroy Grau signalisiert psychologische Thriller, moralische Grenzbereiche und menschliche Abgründe. Ashford Grimm steht für düstere, verstörende und teilweise übernatürliche Stoffe.

    Die Pseudonyme helfen Leserinnen und Lesern bei der Orientierung und verleihen den verschiedenen Programmbereichen eine klarere Identität. Hinter allen Veröffentlichungen steht jedoch der Lesekante Verlag mit persönlicher Verantwortung.

  • Unser Qualitätsversprechen

    Wir versprechen nicht, dass jedes Lesekante Buch jedem Menschen gefallen wird. Geschmack ist persönlich. Manche Leserinnen und Leser lieben offene Enden, andere verabscheuen sie. Manche suchen langsame, dichte Atmosphäre, andere erwarten ab der ersten Seite Eskalation.

    Wir versprechen jedoch:

    • Jede Veröffentlichung besitzt eine klare Idee.
    • Jedes Projekt wird bewusst entwickelt, geprüft und bearbeitet.
    • Keine Geschichte erscheint als ungeprüfte Rohfassung.


    Der Einsatz moderner Werkzeuge wird nicht verschleiert und für jedes veröffentlichte Buch, übernimmt Sven (Gründer und Verleger vom Lesekante Verlag) die Verantwortung.

Verleger_Sven

🦭Unser Verleger

Das ist Sven Klug Hinrichsen. Er ist unser Verleger, Betreuer vom Instagram Kanal und der Inhaber vom Lesekante Verlag⚓. Fast alles entsteht in Eigenregie neben dem Hauptjob: Buchprojekte, KI-gestützte Texte, Marketing, Cover, Homepage und vieles mehr. Zum Glück unterstützt die Familie. Jedes Buch liest er mehrmals und entscheidet dann, was zu Lesekante passt und was nicht. Nicht jede seiner Entscheidungen sind bequem, aber genau das macht unseren Verlag aus. Hier findet ihr kreative und mutige Bücher, auch mit Ideen, die andere Verlage ablehnen.